SHORTS - Kurzgeschichten der besonderen Art

Aus einer kleinen Geschichte, die ich einmal von einem Mann erzählt bekam, der im Zweiten Weltkrieg in russische Kriegsgefangenschaft geriet, entstand meine erste Short mit dem Titel "Glück", die auf echten Erinnerungen basierte. Ich las diese auf einer meiner Lesungen und wurde auf diese Geschichte angesprochen. Ein Gespräch folgte, daraus weitere Geschichten.

So ist es bis heute. Vier Jahre nach diesem ersten Kontakt kommen jedes Jahr immer Neue hinzu. Diese Gespräche nehmen jetzt einen Großteil meiner Arbeit als Autor ein.

Es sind die kleinen Feinheiten aus diesen Erzählungen, die mir wichtig sind. Oft ist es den Zeitzeugen gar nicht bewusst, dass diese kleinen Dinge so eine wichtige Rolle in ihrem Leben gespielt hatten. Sie erkennen es aber, wenn sie meine Short lesen, die ich für sie geschrieben habe.

Dabei muss es nicht ein besonderes geschichtstragendes Ereignis sein. Eine kleine Geschichte, aus einem ganz normalen Leben, trägt oft mehr Menschliches in sich, als die Erinnerungen eines Königs.

Drei Lesungen biete ich an, in denen Sabrina Faber (Sprecherin und Schauspielerin) und ich Shorts präsentieren, die auf den Erinnerungen von Menschen basieren.

ERINNERUNGEN erzählt aus der Zeit des Nationalsozialismus und wird zusammen mit Edith Erbrich (Holocaustüberlebende) aufgeführt.

BÜCHER UND MENSCHEN ist eine kleine Hommage, an die Menschen, die das Lesen noch nicht ganz aufgegeben haben und das Buch, dass wie kein anderes Medium die Welt verändert hat.

SPIEGEL ermöglicht einen Blick auf sich und in sich. Kleine Geschichten, die auf Erinnerungen von Menschen beruhen: warm, humorvoll und auch tragisch. So wie das Leben eben ist.

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 Szenische Lesung

Erinnerungen

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Über einen Zeitraum von vier Jahren habe ich Menschen zugehört, die mir Episoden aus ihrem Leben erzählten.

 

Ich bekam Geschichten zu hören, die viele dieser Menschen so noch nie einem anderen erzählt hatten, auch nicht ihren nächsten Angehörigen, weil sie deren Betroffenheit oder Mitleid oder gar Unverständnis fürchteten.

 

Aus den Erinnerungen habe ich Geschichten (Shorts) geformt, die auch für die Menschen, die diese selbst erlebt hatten, neu waren. Neu, nicht weil ich sie mit einem Happy End versehen hatte oder die Protagonisten in einem hellen positiven Licht erschienen ließ, sondern weil die Erzählweise aus einer besonderen Perspektive geschah, aus einer neutraleren Sicht, welche die Erzählenden selbst nie so einnehmen konnten. In dieser Lesung steht ein besonderes Thema im Vordergrund. Sie werden es schnell erkennen. Ich weiß, dass dieses Thema nicht leicht ist, es wird Sie beschäftigen, es wird Sie berühren, so wie mich damals und auch heute noch.

Folgen Sie einfach Ihrer Intuition, wenn Sie klatschen, weinen, lachen oder einfach nur Stille wollen.

 

Ich kann Ihnen aber versichern, dass es lohnt, sich auf dieses Thema einzulassen. Ich habe mich selbst besser kennengelernt und es hat mir gezeigt, dass viele von meinen, mir ach so wichtigen Dinge im Leben, nicht mehr die Bedeutung haben, die sie hatten.

 

Danke dass Sie Edith Erbrich, Anna-Maria Wagener-Rohde und mich auf eine Reise in eine Zeit begleiten, von denen nicht mehr viele etwas wissen wollen und die einiges abverlangt, Ihnen aber dafür etwas Besonderes geben wird. Sie werden es am Ende der Lesung spüren.


 

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Szenische Lesung

Bücher und Menschen

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Das Buch hat Weltgeschichte geschrieben und man kann sagen in Büchern wurde Weltgeschichte geschrieben. Sei es fiktiv oder dokumentarisch, sei es mit Buchstaben oder in Bildern, in Farbe oder schwarz/weiß, auf Stein oder Papier. Das könnte jetzt immer so weiter gehen, jedoch will ich nicht so sehr auf das technische von Büchern hinaus, sondern mehr auf die zwischenbüchlichen Beziehungen von Mensch und Buch eingehen.

 

Über einen Zeitraum von vier Jahren habe ich Menschen zugehört, die mir Episoden aus ihrem Leben erzählten. Viele davon handelten vom Krieg und der Zeit des Nationalsozialismus. Doch in vielen Erzählungen aus dieser Zeit wurde immer wieder ein Gegenstand genannt: das Buch.

 

Aus den Randnotizen dieser Erinnerungen habe ich kleine Geschichten geformt, die das jeweilige Verhältnis der Menschen zu ihren Büchern hervorheben. Herausgekommen ist eine kleine Hommage an das Medium Buch und die Menschen drum herum. Es werden Geschichten erzählt von Menschen, die als lebenden Bücher fungieren, wie eine Fahrradrikscha-Fahrerin, die Touristen durch eine besondere Stadt fährt und die Geschichte der Stadt weiter gibt, die sie von ihrer Oma über Jahre erzählt bekommen hat. Die Geschichte einer Familie, die in dem Buch einen Begleiter durchs Leben sieht oder die eines Bibliothekars, der sein gesamtes Leben in einer Bibliothek im Kosovo verbracht hat und sie dann durch Brandstiftung vernichtet wurde.

 

Es erwartet Sie eine heiter melancholische Zeit mit der szenischen Lesung »Bücher und Menschen«.

 

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 Szenische Lesung 

Spiegel

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Ein Spiegel ist eine reflektierende Fläche – glatt genug, dass reflektiertes Licht nach dem Reflexionsgesetz seine Parallelität behält und somit ein Abbild entstehen kann.

 

Was so kühl und nüchtern in Wikipedia steht, ist für alle von uns ein unverzichtbares Utensil des täglichen Gebrauchs. Einige schauen mehr, andere weniger oft auf diese reflektierende Fläche. Wir unterscheiden plane, konvexe und konkave Spiegel. Auf Jahrmärkten schauen wir auch gerne in Zerrspiegel. Aber der Spiegel hat noch eine nichtwissenschaftliche Seite:

 

- Wenn man einen Spiegel zerbricht, hat man 7 Jahre Pech.

- Im Hause eines Toten solle man alle Spiegel zuhängen, damit sich seine Seele dort nicht ansiedeln kann und die Lebenden erschreckt.

- Vampire haben kein Spiegelbild.

- In einem Spiegel kann man seine Seele sehen.

 

Was erkennen Sie in ihrem Spiegelbild? Sehen Sie nur, ob die Haare sitzen, oder sehen Sie das faltenlose Antlitz ihrer Vergangenheit, wenn eine neue Falte in ihrem Gesicht sichtbar wird.

Werfen Sie mit uns einen Blick in den literarischen Spiegel! 

 

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